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Die Geschichte der EU von 1970 bis 1979

Die Gemeinschaft wächst – die ersten neuen Mitglieder treten bei

Am 1. Januar 1973 treten Dänemark, Irland und das Vereinigte Königreich den Europäischen Gemeinschaften bei, wodurch sich die Zahl der Mitgliedstaaten auf 9 erhöht. Der arabisch-israelische Krieg („Jom-Kippur-Krieg“) im Oktober 1973 löst eine Energiekrise und wirtschaftliche Probleme in Europa aus.

Mit dem Sturz der Diktaturen in Griechenland, Portugal und Spanien verbreitet sich die Demokratie in Europa. Mit dem Beginn der Regionalpolitik lenkt die EU riesige Geldsummen in ärmere Gebiete, um dort Arbeitsplätze zu schaffen und die Infrastruktur zu verbessern. 1979 wählen die europäischen Bürgerinnen und Bürger zum ersten Mal direkt die Mitglieder des Europäischen Parlaments.

1970er – Der Umweltschutz kommt auf die Tagesordnung

Die europäischen Gemeinschaften erlassen Gesetze zum Schutz der Umwelt; das „Verursacherprinzip“ wird eingeführt. Nichtstaatliche Umweltorganisationen schießen wie Pilze aus dem Boden.

1. Januar 1973 – Erweiterung auf 9 Mitgliedstaaten

Mit dem offiziellen Beitritt Dänemarks, Irlands und des Vereinigten Königreichs wachsen die Europäischen Gemeinschaften von 6 auf 9 Mitgliedstaaten.

1973 – Die Ölkrise trifft Europa

Nach dem Jom-Kippur-Krieg im Oktober begrenzen die erdölproduzierenden Länder im Nahen und Mittleren Osten ihre Lieferungen an einige europäische Länder und erhöhen die Preise drastisch. Dies führt zu großen wirtschaftlichen Problemen in der gesamten EG.

10. Dezember 1974 – Regionale Unterschiede abbauen

Als Zeichen ihrer Solidarität beschließen die Staats- und Regierungschefs der EG, einen wichtigen neuen Fonds im Rahmen der europäischen Regionalpolitik einzurichten. Auf diese Weise sollen Gelder von reichen in arme Regionen umgelenkt werden, um dort die Infrastruktur zu verbessern, Investitionen anzuziehen und Arbeitsplätze zu schaffen. Im darauffolgenden Jahr wird der Europäische Fonds für regionale Entwicklung eingerichtet.

1974–75 – Neue Demokratien in Portugal, Griechenland und Spanien

Mit dem Sturz des Salazar-Regimes in Portugal und dem Zusammenbruch der Militärherrschaft in Griechenland im Jahr 1974 sowie dem Tod von General Franco in Spanien im Jahr 1975 enden die letzten rechtsgerichteten Regime in Europa. Die drei Länder verpflichten sich zu einer demokratischen Regierungsführung – ein wichtiger Schritt für eine künftige Mitgliedschaft in den Europäischen Gemeinschaften.

Juni 1979 – Das Europäische Parlament wird erstmals direkt gewählt

Die europäischen Bürgerinnen und Bürger wählen zum ersten Mal direkt die Mitglieder des Europäischen Parlaments. Davor wurden die Mitglieder von den nationalen Parlamenten abgeordnet. Die Mitglieder sind von nun an nach europaweiten Fraktionen und nicht mehr nach nationalen Delegationen gruppiert.